Ängste und Panikattacken
Wenn der Körper Alarm schlägt, obwohl keine Gefahr da ist
Angst ist an sich nichts Schlechtes. Sie warnt, sie schärft die Aufmerksamkeit, sie hat Menschen über Jahrtausende am Leben gehalten. Schwierig wird es, wenn sie sich verselbstständigt. Wenn das Herz rast, ohne dass etwas passiert ist. Wenn die Sorge vor dem nächsten Mal größer wird als das Erlebnis selbst. Wenn Sie anfangen, Orte, Situationen oder Menschen zu meiden, nur um bloß nicht wieder in diesen Zustand zu geraten.
Eine Panikattacke fühlt sich für viele an wie ein körperlicher Notfall. Enge in der Brust, Atemnot, Schwindel, das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Sie ist beängstigend, aber sie ist nicht gefährlich und sie geht vorbei.
In der Therapie geht es nicht darum, Ihnen die Angst wegzunehmen. Es geht darum, sie zu verstehen: wovor sie warnt, wann sie entstanden ist und was sie am Leben hält. Wer den eigenen Angstkreislauf durchschaut, kann anfangen, an einer anderen Stelle einzugreifen.
Bevor wir psychotherapeutisch arbeiten, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Herzrasen, Atemnot oder Schwindel können auch körperliche Ursachen haben, und die gehören ausgeschlossen.
Wie sich Angst zeigen kann
Körperlich und im Alltag
„Angst darf da sein, ohne den ganzen Alltag zu bestimmen.“


